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Schering kaufen


11.12.2002
ING BHF-BANK

Der Analyst Oliver Kopp von der ING BHF-BANK stuft die Aktie von Schering (WKN 717200) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die veröffentlichten 9-Monatsergebnisse seien weitgehend unspektakulär ausgefallen. Die Umsätze hätten erwartungsgemäß um 10% (in lokaler Währung, LW) auf 3,7 Mrd. EUR gesteigert werden können. Die Zuwächse der wichtigen Produkte Betaferon (574 Mio. EUR; LW: +21%) und Yasmin (102 Mio. EUR, LW: größer als +100%) hätten ebenfalls keine Überraschungen gebildet.


Dank des wachstumsstarken US-Geschäfts in Verbindung mit dem Umsatzanstieg margenstarker Präparate, wie den beiden Kontrazeptivas Yasmin und Mirena (99 Mio. EUR, LW: +43%), sei die operative Marge auf 14,5% (30.09.2001: 13,8%) gesteigert worden. Während der Umsatz in den USA bereinigt um Währungs- und Einmaleffekte erfreulich um 20% habe gesteigert werden können, sei Schering die Abwertungen des argentinischen Peso des brasilianischen Real zu spüren bekommen, so dass die Umsätze im 3. Quartal in Lateinamerika um 19% rückläufig gewesen seien (Umsatzanteil Lateinamerika: ca. 8%).

Da in den nächsten beiden Jahren keine nennenswerten Präparate vor der Einführung stünden, fehle nach den oben geschilderten Vorkommnisse zwar einerseits kurzfristig etwas Phantasie für den Titel, doch bestünden andererseits auch keine weiteren nennenswerten Produkteinführungsrisiken. Angesichts der im Bereich des Gesamtmarktes liegenden zukünftigen angepassten mittelfristigen Ertrags- und Umsatzerwartungen halte man eine im Bereich des Sektordurchschnitts liegende Bewertung von etwa 18 (basierend auf den 2003er-Gewinnschätzungen) für gerechtfertigt (aktuell Schering: 16) und halte die jüngste negative Kursentwicklung als Reaktion auf die gedämpften Ertragsaussichten des Unternehmens (Begründung: Kostendämpfungsmaßnahmen von staatl. Seite in Europa) für das Jahr 2003 als überzogen.

Die Analysten der ING BHF-BANK behalten ihre Kaufempfehlung für den mit einem mittleren Risiko versehenen Titel bei, da die Aktie von Schering unverändert "defensive" Qualitäten beinhaltet und nicht mit nennenswerten generischen Risiken in den nächsten Monaten und Jahren konfrontiert ist.




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